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Bayerisches Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit

Projekt zur Umsetzung der 16. AMG-Novelle

Kennzahlen für das Erfassungshalbjahr 2016/I

Aus den bundesweit ermittelten betrieblichen Therapiehäufigkeiten wurden vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die sogenannten Kennzahlen 1 (Median) und 2 (Drittes Quartil) berechnet und für das Erfassungshalbjahr 2016/I am 30. September 2016 im Bundesanzeiger sowie in der HIT-Datenbank (http://www.hi-tier.de/) veröffentlicht.

Hier finden Sie die im Auftrag des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit von Experten aus Wissenschaft und Praxis in Zusammenarbeit von Landwirtschaft und Tierärzteschaft erstellten Hilfestellungen („Stallprotokoll“ und „Handlungsempfehlungen“) für Tierhalter.

Achtung: Frist zur Abgabe des Maßnahmenplans 31.07.2016

Bis zum 31.07.2016 müssen Tierhalter, die im Erfassungshalbjahr 2015/II die Kennzahl 2 überschritten haben, einen Maßnahmenplan einreichen.

Bitte beachten Sie bei der Erstellung die gesetzlich geforderten Mindestinhalte des Maßnahmenplans .

Im Downloadbereich für Tierhalter finden Sie tierartspezifische Musterformulare zur Erstellung des Maßnahmenplans.

Die Verwendung der Musterformulare der Maßnahmenpläne erfolgt freiwillig.

Achtung: 14.07.2016 Ende der Meldefrist für das vierte Erfassungshalbjahr (01.01.2016-30.06.2016)

Aufgrund der Vorgaben der 16. AMG-Novelle sind bestimmte Tierhalter von Mastrindern, -kälbern, -schweinen, -ferkeln, -hähnchen und -puten verpflichtet, Tierbewegungen (Tierbestand und Bestandsveränderungen) und Antibiotikaanwendungen zu melden, die seit dem 01. Januar 2016 stattgefunden haben.

Die geforderten Meldungen (nach § 58b AMG) können elektronisch (über die HIT-Datenbank) oder schriftlich (über die Formulare des LKV) für jedes Erfassungshalbjahr vorgenommen werden.

Die HIT-Handbücher können Hilfestellungen zur Eingabe der Meldungen in die HIT-Datenbank geben.

Die Meldefrist für das zweite Erfassungshalbjahr endet am 14.07.2016. Bitte nehmen Sie ggf. noch fehlende Meldungen bis zu dieser Frist vor.

Zeitstrahl 16. AMG-Novelle (Übersicht über die Fristen)

Aufgrund der Vorgaben der 16. AMG-Novelle sind bestimmte Tierhalter von Mastrindern, -kälbern, -schweinen, -ferkeln, -hähnchen und -puten verpflichtet, Tierbewegungen (Tierbestand und Bestandsveränderungen) und Antibiotikaanwendungen zu melden. Die Meldefrist für das Erfassungshalbjahr 2015 II endet am 14.01.2016.

Um Ihnen einen Überblick über die Fristen zu ermöglichen, finden Sie ab sofort hier (PDF, 81 KB) und im Downloadbereich für Tierhalter und Tierärzte einen Zeitstrahl zur 16. AMG-Novelle.

NEU: Anleitungen für die HIT-Datenbank

Im Downloadbereich für Tierhalter finden Sie nun folgende Anleitungen:

Jeder Einsatz von Antibiotika kann die Ausbreitung resistenter Bakterien fördern. Daher muss mit ihnen sowohl bei Menschen als auch bei Tieren sorgfältig und verantwortungsvoll umgegangen werden. Haben Bakterien die Fähigkeit entwickelt, sich gegen bestimmte Antibiotika zu wehren, werden sie als resistent bezeichnet. Verursachen diese resistenten Bakterien eine Infektionskrankheit, so ist die Behandlung erschwert, da diese Antibiotika nicht mehr wirksam sind.

Die Reduzierung der Notwendigkeit des Antibiotikaeinsatzes in der Nutztierhaltung ist der Schwerpunkt der aktuellen Änderung des Arzneimittelgesetzes (16. AMG-Novelle). Durch die Verbesserung der Tiergesundheit soll erreicht werden, dass weniger Antibiotika eingesetzt werden müssen und damit die Gefahr der Ausbreitung resistenter Bakterien sinkt. Im Weiteren soll der verantwortungsvolle Umgang mit Antibiotika gefördert werden.

In der Nutztierhaltung im Bereich Tiermast wird hierzu ab 01. April 2014 erstmals eine systematische flächendeckende Erfassung des Antibiotikaeinsatzes eingeführt. Dazu melden die Halter von Mastrindern, -schweinen, -hähnchen und -puten den Einsatz von Antibiotika bei ihren Tieren an eine staatliche Datenbank. Aus diesen Meldungen wird für jeden Betrieb und jede Tierart berechnet, wie häufig die Tiere im letzten Halbjahr im Durchschnitt mit Antibiotika behandelt wurden (so genannte Therapiehäufigkeit). Damit können erstmalig die Betriebe bundesweit hinsichtlich der Häufigkeit ihres Antibiotikaeinsatzes verglichen werden. Betriebe, in denen die Tiere überdurchschnittlich häufig behandelt wurden, ergreifen abgestuft Maßnahmen, um die Gesundheit ihrer Tiere zu verbessern und dadurch den Antibiotikaverbrauch zu senken. Schwerpunkte liegen dabei auf der Vorbeugung von Krankheiten und der Gesunderhaltung der Tiere, denn gesunde Tiere benötigen keine Antibiotika. Betriebe mit hohem Antibiotikaverbrauch sind verpflichtet, tierärztlichen Rat einzuholen und eventuelle Anordnungen der Veterinärbehörde zu berücksichtigen.

In Bayern ziehen Behörden, Tierärzte und Landwirte bei der Umsetzung dieses Gesetzes an einem Strang.

Das Projekt "Umsetzung der 16.AMG Novelle" wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.